Die Weihnachtskrippe

Die Weihnachtskrippe Foto J.Meyer

Im Mai 2007 trat die Gemeindeverwaltung der Pfarrgemeinde Oggersheim an den Förderverein heran. Sie hatten die Erbschaft der kürzlich verstobenen Frau Pauline Herrmann übernommen, da sie keine Hinterbliebenen hatte und dies ihr letzter Wille war. In dieser Erbschaft enthalten war auch die Weihnachtskrippe mit Ölberg. Aus platztechnischen Gründen sollte diese Krippe an den Förderverein des Karl-Otto-Braun-Museums übergeben werden.

 

Pauline Herrmann war eine sehr gläubige Frau, die vom Leben schwer geprüft wurde. So verlor sie ihren Mann schon sehr früh. Halt und Kraft fand sie in ihrem Glauben. Auf ihren unzähligen Pilgerreisen sammelte sie Steine, mit denen sie ihre Weihnachtskrippe aufbaute.

 

Das Wort Weihnachtskrippe trifft es allerdings nicht richtig. Dieses Werk war ganzjährig in ihrem Haus aufgebaut. Frau Herrmann spielte alle christlichen Ereignisse im Jahresverlauf mit ihren Figuren nach.

 

Auch die Figuren sind bemerkenswert. Pauline Herrmann hat die Figuren mit viel liebe zum Detail selbst gestaltet. Die Kleidung wurde von ihr gefertigt.

 

Mit diesem Hintergrund und da das Museum noch nicht über eine eigene Weihnachtskrippe verfügte, entschied die Vorstandschaft Frau Herrmanns Lebenswerk zu übernehmen. Allerdings konnte nur die Steingrotte als Stall Jesus Geburt erhalten werden. Der Gesamtaufbau war über 3 Meter lang und hätte jeglichen Rahmen gesprengt.

 

Mit der Übernahme der Erbschaft verpflichtet sich der Förderverein die Weihnachtskrippe in der Adventszeit den Besuchern des Museums zu zeigen.

 

Text J.Meyer